Interreg Alpine Space Projekt BrokeringSpaces
Pubilkation von Mon 02.02.2026
Mit Projektpartnern aus den Alpenländern Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien und der Schweiz wird an Lösungen gearbeitet wie eine nachhaltige Bodennutzung umgesetzt werden kann. Dabei spielen vor allem die Gemeinden eine grosse Rolle, weshalb auch die Organisation Allianza da las Alps mit im Projektteam dabei ist.
Das Projekt ist ein Small Scale Interreg Alpine Space Projekt welches vom Bundesamt für Raumentwicklung, Bern gefördert und auch fachlich unterstützt wird.
Es zielt darauf ab, den in der Alpenregion knappen und wertvollen Raum effizienter zu nutzen und Konflikte zwischen verschiedenen Nutzenden ohne zusätzlichen Landverbrauch zu lösen. Ausgangspunkt ist die zunehmende Konkurrenz um Flächen, verschärft durch den Klimawandel, der mehr Raum für Ökosystemdienstleistungen und eine Verbesserung der natürlichen Ressourcenqualität erfordert. Da bestehende Ansätze oft isoliert wirken und ein koordinierter, mehrstufiger Planungsrahmen fehlt, setzt das Projekt auf die Entwicklung umfassender Transformationsszenarien. Diese entstehen durch die kombinierte Bewertung rechtlicher und informeller Raumplanungsinstrumente, wodurch praktikable Lösungen im Einklang mit lokalen Traditionen gefördert und die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen gestärkt werden.
Im Engadin ist die Gemeinde Scuol als Pilotregion ausgewählt worden. Es wurden 3 Interviews mit Vertretenden verschiedener Sektoren durchgeführt. Die Daten dazu werden durch die Projektpartner der Universität Innsbruck ausgewertet.
Die Fundaziun Pro Terra Engiadina (PTE) hat als Schweizer Projektpartner die Aufgabe in zwei Arbeitspaketen einerseits mit Wissen beizutragen sowie die Gesetzgebung und Planungsinstrumente aus der Schweiz zusammenzutragen die in die alpenweite Analyse integriert werden. Die PTE koordiniert dabei die Einbindung schweizerischer Verwaltungsebenen, organisiert regionale und transnationale Veranstaltungen und stellt sicher, dass die Projektergebnisse – darunter eine transnationale SWOT-Analyse, ein Kompendium praktikabler Lösungen und stakeholdergesteuerte Transformationsszenarien – breit kommuniziert werden. Für die Schweiz werden insbesondere die Politiken und Strategien auf nationaler, kantonaler und lokaler Ebene, darunter die Raumkonzepte und Biodiversitätsstrategien, evaluiert; im Projektgebiet Engiadina Bassa stehen zudem die Auswirkungen landwirtschaftlicher Intensivierung auf Bodennutzung und -qualität sowie Massnahmen zur Verbesserung von Bodenbewirtschaftung und Grüner Infrastruktur im Fokus.
Um die Projektziele umzusetzen und den spezifischen Bedürfnissen der Stakeholder auf verschiedenen Ebenen gerecht zu werden, setzt BrokeringSpaces auf eine transnationale Herangehensweise und auf die Anwendung partizipativer Methoden.
Mit lokalen Akteuren wird ein Workshop durchgeführt an dem die grössten Bodennutzungskonflikte der Gemeinde Scuol analysiert und Ansätze für eine Vermeidung oder Verringerung dieser diskutiert werden. Mitte 2026 werden dazu Ergebnisse vorliegen.
Mehr Informationen über das Projekt sind hier: BrokeringSpaces
Dokumente: