Zum Inhalt springen

Revitalisierung Aue Panas-ch - ein wertvoller Lebensraum

Pubilkation von Sat 10.04.2021 Wasser

Revitalisierung Aue Panas-ch - ein wertvoller Lebensraum

Die schon seit längerem geplante Revitalisierung konnte 2019 umgesetzt werden. Die Revitalisierung ist ein Teil der ökologischen Ersatzmassnahmen in Zusammenhang mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI). Die Finanzierung wurde zu einem grossen Teil durch den Naturemade Star fonds ewz geleistet. Daneben wurden die Gelder für die genannten ökologischen Ersatzmassnahmen GKI sowie der Fischereiökologische Ersatz der beiden Kleinkraftwerke Tasnan und Lavinuoz sowie Gelder des Kantons Graubünden (ANU) eingesetzt. Die beiden Gemeinden Scuol und Valsot sind Bauherrinen. Die Gemeinde Valsot übernahm die Bauherrschaft für beide Gemeinden.

Nach dem Spatenstich im Mai 2019 erfolgte im Laufe des Sommers bis zum Spätherbst die Umsetzung. Wöchentliche Bausitzungen der ausführenden Firma Vetsch AG Klosters, der Gesamtbauleitung, Bauleitung, planendes Büro und der Umweltbaubegleitung stellten ein koordiniertes Vorgehen sicher. Die Kommunikation vor und während der Bauzeit wurde zusammen mit der EKW geplant und Schritt für Schritt umgesetzt. Der Einbezug betroffener Akteure und der Begleitgruppe erfolgte nach Bedarf.

Bereits bei der Rodung wurden ca. 80 Bäume stehengelassen, damit genügend Material für den Einbau und die Endausgestaltung des revitalisierten Perimeters vorhanden waren. Die Erdarbeiten wurden so durchgeführt, dass diese Bäume möglichst stehen bleiben. Neben diesen Bäumen wurden die Gruppen mit der seltenen Kleinen Astflechte - Ramalina dilacerata stehengelassen. Teilweise wurden diese Gruppen zwischengelagert und bei der Endgestaltung an den vorgesehenen Ort zurückgebracht. Vor und während der Bauzeit wurden Tafeln aufgestellt, die die Bevölkerung aber auch vorbeifahrende Kanuten auf die Baustelle hinweisen.

Die Entwicklung der Aue war bereits im Jahr nach der Revitalisierung, 2020 sehr aktiv. Die Revitalisierung wird mit einem Monitoring begleitet. Beim Monitoring Vegetation und Fischlaichgruben sind die Schulen Valsot und Sent beteiligt. Für die positive Unterstützung seitens der Lehrpersonen mit den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe bedanken wir uns herzlich.